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Schlagen nach der Uhr: So variierst du deine Angriffe und wirst schwerer zu blocken

03.10.2025 |
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Ein Angreifer, der seine Schlagrichtung clever variiert, ist schwerer zu blocken. Mit kleinen Handgelenksbewegungen kannst du denselben Anlauf und Armschwung beibehalten, dem Ball aber dennoch eine andere Flugbahn mitgeben. In diesem Blog erklären wir das Prinzip des „Schlagens nach der Uhr“, inklusive Technik, Übungsformen und praktischer Tipps.

Was bedeutet „Schlagen nach der Uhr“?

Beim Uhren-Prinzip stellst du dir den Ball im Treffpunkt wie ein Zifferblatt vor. Indem du den Ball auf einer anderen „Stunde“ triffst, veränderst du die Richtung, ohne dein Timing oder deinen Anlauf zu verraten.

  • 12 Uhr – direkt oben treffen für einen harten, direkten Angriff.
  • 10 Uhr – den Ball etwas auf der linken Seite treffen: scharfe Diagonale am Block vorbei (aus der Schulter).
  • 2 Uhr – den Ball etwas auf der rechten Seite treffen: kraftvoller Longline-Schlag geradeaus (über die Schulter).

Technik und Ausführung

Eine gute Ausführung beginnt mit einem stabilen Anlauf und einem vollständig gestreckten Schlagarm. Die Richtung wird durch das Handgelenk im Moment des Ballkontakts bestimmt.

  • Gestreckter Arm – den Ball hoch treffen, mit stabiler Rumpf- und Schulterlinie.
  • Handgelenk bestimmt die Richtung – kleine, präzise Rotation genau im Kontaktmoment.
  • Kleiner Finger nach vorne (2 Uhr) – gibt dem Ball eine linke Richtung (Longline/durch die Mitte).
  • Daumen nach vorne (10 Uhr) – gibt dem Ball eine rechte Richtung (scharfe Diagonale).

Achte darauf, dass die Handgelenksaktion im Kontakt passiert (nicht zu früh oder zu spät) und dass die Hand über und leicht vor der Schulter bleibt, um Kontrolle zu gewährleisten.

Übungsformen und Progression

Baue die Fertigkeit Schritt für Schritt auf. Beginne langsam, erhöhe das Tempo, sobald die Richtung stabil ist.

  • 1) Trockenübung – ohne Ball die Sequenz 12 → 10 → 2 Uhr wiederholen; Fokus auf Handgelenksrotation.
  • 2) Zuwurf & Kontakt – Trainer/Partner wirft leicht an; Spieler wechselt pro Ball zwischen 10 Uhr und 2 Uhr.
  • 3) Zuspiel & Sprung – kompletter Anlauf; vor jeder Wiederholung die Richtung ansagen (“Diagonal” oder “Longline”).
  • 4) Mit Block – 1 bis 2 Blockspieler reagieren; Angreifer entscheidet sich im letzten Moment für 10 oder 2 Uhr.

Variationen: Punkte nur, wenn der Ball die gewünschte Zone trifft; in Serien arbeiten (z. B. 3× diagonal, 2× Longline), um Unvorhersehbarkeit zu trainieren.

Coaching-Tipps für Trainer

  • Konstanter Anlauf – Rhythmus und Armschwung identisch halten; nur der Treffpunkt ändert sich.
  • Video-Zeitlupe – kleine Handgelenksbewegungen sind in Zeitlupe sichtbar; nutze dies für Feedback.
  • Zonen-Ziele – Matten oder Ringe diagonal und in der Linie platzieren, um Erfolg messbar zu machen.
  • Ansagen & Ausführen – Angreifer soll die Wahl laut vor dem Zuspiel ansagen und dann umsetzen.

Häufige Fehler

  • Handgelenksaktion zu spät – Richtung verfehlt oder Ball dreht weg. Cue: “Handgelenk im Kontakt.”
  • Gebogener Schlagarm – verliert Höhe und Kontrolle. Cue: “über der Stirn treffen.”
  • Timing verraten – sichtbare Änderungen im Anlauf/Körper. Cue: “alles gleich, nur die Stunde wechselt.”

Schlagen nach der Uhr

Mit dem Prinzip „Schlagen nach der Uhr“ baust du Variationen auf, ohne dein Muster zu verraten. Indem du den Ball bei 10 Uhr oder 2 Uhr triffst und den Daumen oder kleinen Finger subtil nach vorne drehst, kannst du diagonal oder geradeaus punkten – mit demselben Anlauf und Armschwung.

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