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Warum Krafttraining für Volleyballspieler wichtig ist

16.09.2025 |
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Kraft ist ein entscheidender Bestandteil des modernen Volleyballspiels. Egal ob beim Blocken, Angreifen, Aufschlagen oder in der Abwehr – ohne eine solide körperliche Grundlage läuft man ständig hinterher. Dennoch wird das Krafttraining im Volleyball oft vernachlässigt, insbesondere im Jugend- und Freizeitbereich.

In diesem Blog gehen wir darauf ein, warum Kraft so wichtig ist, wie du sie in deine Trainingseinheiten integrieren kannst, und wir geben dir praktische Übungen, Tipps und Einblicke, die du auf jedem Spielniveau anwenden kannst.

Warum Kraft im Volleyball so wichtig ist

Volleyball ist ein explosiver Sport. Die Spieler müssen in Sekundenbruchteilen reagieren, springen, landen, sprinten und die Richtung wechseln. All diese Bewegungen erfordern funktionelle Kraft – nicht nur Muskelmasse, sondern auch Kontrolle, Stabilität und Schnelligkeit.

Gezieltes Krafttraining trägt bei zu:

  • Höherem vertikalen Sprung für Angriff und Block
  • Mehr Schlagkraft bei Aufschlägen und Angriffsschlägen
  • Schnelleren Seitwärtsbewegungen und Richtungswechseln in der Abwehr
  • Geringerem Verletzungsrisiko durch bessere Belastungssteuerung

Krafttraining unterstützt außerdem die mentale Entwicklung. Spieler, die sich körperlich stärker fühlen, gewinnen an Selbstvertrauen auf dem Spielfeld. Sie fühlen sich stabiler, widerstandsfähiger und leistungsfähiger. Besonders für jüngere Athleten kann das ein entscheidender Faktor sein.

Wann sollten Athleten mit Krafttraining beginnen?

Ab etwa 12 Jahren ist es sicher, mit einfachem Krafttraining zu beginnen – zum Beispiel mit Übungen mit dem eigenen Körpergewicht wie Planks, Kniebeugen und Ausfallschritten. Ab etwa 14–15 Jahren können gezieltere und intensivere Trainingsformen folgen, solange sie beaufsichtigt werden. Die Technik steht dabei immer vor zusätzlichem Gewicht.

Das Ziel ist nicht, große Muskelmassen aufzubauen, sondern jungen Athleten zu helfen, sich effizient zu bewegen, verletzungsfrei zu bleiben und Koordination, Gleichgewicht und Körperkontrolle zu entwickeln.

Was bedeutet Kraft im Volleyball?

Kraft ist ein weit gefasster Begriff. Im Volleyball sind mehrere Kraftarten besonders wichtig:

  • Explosivkraft: die Fähigkeit, schnell Kraft zu erzeugen, z. B. beim Springen.
  • Reaktivkraft: die Fähigkeit, kraftvolle Bewegungen schnell hintereinander auszuführen, z. B. bei aufeinanderfolgenden Blocks.
  • Rumpfstabilität: Kontrolle der Körpermitte, entscheidend für Gleichgewicht, Absprung, Landung und Technik.
  • Funktionelle Kraft: bewegungsspezifische Kraft, die volleyballspezifische Aktionen direkt unterstützt.

Wir trainieren keine Bodybuilder, sondern wendige, kraftvolle Athleten, die volleyballspezifische Fähigkeiten effizient ausführen können.

👉 Tipp: Lies mehr in unserem Blog speziell über das Höher-Springen

Die Grundlagen des Krafttrainings

Effektives Krafttraining basiert auf einigen zentralen Prinzipien:

  • Progressive Belastungssteigerung: die Belastung schrittweise erhöhen, um weiterhin Kraft aufzubauen.
  • Spezifität: Übungen sollten volleyballtypische Bewegungen nachahmen – Springen, Drücken, Rotieren.
  • Erholung: Muskeln wachsen in der Ruhe, nicht während des Trainings selbst.
  • Variation: Übungen und Schwerpunkte wechseln, um Plateaus und Überlastung zu vermeiden.

Trainer müssen keine Fitnessstudio-Experten sein, sollten aber diese Grundlagen kennen, um Kraft sicher und effektiv zu entwickeln.

Wie man Kraft ins Training integriert

Man braucht keine separate Krafteinheit. Kraftübungen können ins Aufwärmen, den Hauptteil oder ins Cool-down eingebaut werden. Hier sind drei Möglichkeiten:

  • Kraftorientiertes Aufwärmen: Ausfallschritte, Planks oder Sprungkniebeugen.
  • Zirkeltraining in der Mitte der Einheit: abwechselnd Kraftstationen und volleyballspezifische Übungen.
  • Aktives Cool-down: mit leichten Kraftübungen die Einheit beenden.

Nutze, was du hast: Bänke, Bälle, Kisten oder einfach nur das eigene Körpergewicht.

Fünf Kraftübungen für Volleyballspieler

  • Sprungkniebeugen – fördern Explosivkraft. Auf Knieachse und Körperhaltung achten.
  • Planks (auch Side Planks) – verbessern Rumpfstabilität und Haltungskontrolle.
  • Gehende Ausfallschritte mit Rotation – stärken Beine und Rumpf; fördern Gleichgewicht und Kontrolle.
  • Liegestütze – kräftigen Schultern und Brust; wichtig für Angriff und Block.
  • Step-ups auf eine Bank oder Kiste – verbessern Sprungkraft und Landekontrolle.

Viele dieser Übungen findest du in unserer Videobibliothek. Schau unten:

Card image
Juniors u18, Senioren
Drop and Freeze
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Juniors u18, Senioren
Sit and vertical
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Juniors u18, Senioren
Jump Fase 1
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Juniors u18, Senioren
Tuck Jumps

Baue daraus einen Mini-Zirkel: 30 Sekunden pro Übung, 3 Runden.

Kraftschwerpunkte je Position

Jede Position hat eigene Anforderungen. Passe das Krafttraining entsprechend an:

  • Mittelblocker: Fokus auf Sprungkraft und Rumpf – Explosivität vom Boden ist entscheidend.
  • Zuspieler: Rumpfkraft, Schulterbeweglichkeit und leichte Oberkörperarbeit.
  • Liberos: schneller erster Schritt, tiefe Grundhaltung, starke hintere Oberschenkel und Rumpf.
  • Außenangreifer: ganzheitliche Kraft – Springen, Drücken, Rotieren und Stabilisieren.

Diese Unterschiede lassen sich in Gruppentrainings betonen, indem rollenspezifische Varianten zugeteilt werden.

Training mit wenig Zeit im Kraftraum

Auch mit nur ein oder zwei Einheiten pro Woche lässt sich Kraft effektiv aufbauen:

  • 10-Minuten-Blöcke nutzen: drei Körpergewichtsübungen ins Aufwärmen oder Cool-down integrieren.
  • Zirkel im Training: Kraft- und Technikstationen kombinieren.
  • Heimprogramme: drei Basisübungen für zu Hause aufgeben (z. B. Kniebeugen, Planks, Ausfallschritte).
  • Challenges: Wer hält am längsten einen Plank? Wer steigert seine Sprunghöhe in 4 Wochen?

Tipp: Nutze eure Team-App, um kurze Videos oder Erinnerungen zu teilen und die Spieler zwischen den Einheiten motiviert zu halten.

Wie man Fortschritte misst

Man braucht keine teuren Geräte, um Fortschritte zu verfolgen. Einfache Tests funktionieren gut:

  • Sprunghöhe an der Wand messen und nach sechs Wochen erneut testen.
  • Plank-Challenge durchführen – Zeiten messen und vergleichen.
  • Maximale Wiederholungen einer Körpergewichtsübung zählen (z. B. Liegestütze oder Kniebeugen).
  • Fortschritte sichtbar und spielerisch machen, um Spieler zu motivieren.

Die mentale Seite des Krafttrainings

Krafttraining ist nicht nur körperlich. Es stärkt auch mentale Widerstandskraft, Selbstvertrauen und Disziplin. Gerade bei jüngeren Spielern geht die Entwicklung von Körperkontrolle oft mit persönlichem Wachstum einher.

Spieler, die sich stark fühlen, sind selbstbewusster, risikobereiter und stabiler auf dem Feld – körperlich und mental.

Ernährung: der vergessene Schlüssel zur Kraftentwicklung

Kraftzuwächse entstehen nicht nur im Training. Ohne richtige Ernährung leidet die Regeneration, das Muskelwachstum verlangsamt sich und das Verletzungsrisiko steigt. Besonders wichtig ist Eiweiß: z. B. Joghurt, Eier, Nüsse oder Hähnchen nach dem Training. Auch Kohlenhydrate (für Energie) und Flüssigkeit sind essenziell. Ermutige die Spieler, innerhalb einer Stunde nach dem Training etwas Nahrhaftes zu essen. Bei Jugendteams sollten, wenn möglich, auch die Eltern einbezogen werden. Clevere Ernährung kann den Unterschied zwischen Stillstand und echtem Fortschritt machen.

Fazit: Kraft gehört in jedes Trainingsprogramm

Krafttraining ist für jeden Volleyballspieler essenziell – egal ob in einer leistungsstarken Mannschaft oder in einem Jugendteam. Mit kluger Planung, praktischen Tools und etwas Kreativität kannst du deinen Spielern helfen, stärker, explosiver und widerstandsfähiger zu werden – auf und neben dem Spielfeld.

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